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Neuer Ansatz bei genetisch bedingtem Hördefekt

Weltweit ist es erstmals gelungen, im Tiermodell genetisch bedingte Hördefekte zu beheben Wien – Es gibt mehr als 300 nachgewiesene genetische Defekte, die dazu führen können, dass die Haarzellen im menschlichen Innenohr, sozusagen die Sinneszellen des Ohres, nicht richtig funktionieren. Das kann schwere Hörschäden und sogar den Verlust des Hörsinns zur Folge haben. Lukas Landegger von der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen der MedUni Wien ist es nun gemeinsam mit Forschern und Forscherinnen an der Medical School in Harvard, Boston, weltweit erstmals gelungen, im Tiermodell diesen Defekt zu beheben.

Modifiziertes Virus als “trojanisches Pferd”

Durch ein modifiziertes, nicht-pathogenes Adeno-assoziiertes Virus (Anc80L65), das wie ein “trojanisches Pferd” ins Ohr eingeschleust wird, können mit Hilfe von Reparatur-Genen die beeinträchtigten Haarzellen wieder funktionsfähig gemacht werden. Aktuell ist es den HNO-Experten mit Hilfe von Cochlea-Prothesen möglich, Menschen mit einem genetischen Hördefekt technisch zu helfen, wieder gut zu hören. Bei der Entwicklung und beim Einsatz von Cochlea-Implantaten ist die Medizinische Universität Wien seit 1977 – als in Wien das weltweit erste Mehrkanal-Cochlea-Implantat eingesetzt wurde – auch international führend. “Allerdings können diese elektronischen Prothesen mit ihren zwölf Elektroden die mehr als 3.000 Haarzellen im Innenohr, mit denen wir viel feiner hören, nicht zu 100 Prozent ersetzen”, sagt Wolfgang Gstöttner, Leiter der HNO-Klinik an der MedUni Wien.